Die Grippe-Saison steht vor der Tür.

7 September 2016, veröffentlicht in Allgemein, Neues aus der Medizin

Was ist die „Grippe“?

Die Influenza, auch „echte“ Grippe oder Virusgrippe genannt, ist eine durch Viren aus den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen.
Alltagssprachlich wird die Bezeichnung Grippe häufig auch für grippale Infekte verwendet, bei denen es sich um verschiedene andere, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Virusinfektionen handelt, die nichts mit einer echten Virusgrippe gemeinsam haben.

Wie  ist das Vorkommen der echten Grippe?

Infektionen mit dem Influenza-Virus treten weltweit vor allem in den Wintermonaten auf. In Deutschland beginnt der „Höhepunkt“ der Grippewelle  meist im Januar oder Februar,  mit einer durchschnittlichen Dauer von 8-10 Wochen.  Die Stärke der Grippewelle schwankt von Jahr zu Jahr erheblich. So sind je nach Saison 5 bis 20% der Bevölkerung betroffen, was zu 1 bis 7 Millionen Arztbesuchen führt.
In der Grippesaison 2012/13  kam es beispielsweise  zu 30.000 influenzabedingten Krankenhauseinweisungen und geschätzten 20.000 Todesfällen hauptsächlich in den hohen Altersgruppen über 60 Jahren.

Infektionsweg

Die Viruserkrankung wird über Tröpfcheninfektion übertragen. D.h.  durch Niesen, Husten oder auch Hand-Mund/Hand-Nasekontakt (z.B. durch Händeschütteln).
Durchschnittlich dauert es zwischen 1-2 Tagen vom Infektionszeitpunkt bis zum Ausbruch der Erkrankung.
Ab dem Auftreten der ersten Symptomen ist der Patient in etwa 5 Tage „ansteckend“.

Krankheitssymptome

Typische Symptome sind plötzlicher Erkrankungsbeginn, Fieber, Husten od. Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Weitere Symptome können auch allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche Rhinnorrhö, selten auch Übelkeit/Erbrechen und Durchfall sein.
Als Faustregel gilt: Ein Drittel der Patienten hat einen fieberhaften Verlauf, ein weiteres Drittel  hat einen milden Verlauf, bei dem letzten Drittel verläuft die Erkrankung völlig ohne Symptome.

Therapie

Eine ursächlich „heilende“ Therapie gibt es bei der Grippeerkrankung nicht.
In selten Fällen kann bei Risikopatienten in den ersten 48h nach Infektion eine antivirale Therapie eingeleitet werden.
Sollte es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommen, kann eine antibiotische Therapie sinnvoll sein. Wichtig ist hier zu wissen: Gegen die eigentliche Viruserkrankung sind Antibiotika völlig wirkungslos.
Unterstützend kann man fiebersenkende Medikamente z.B. Ibuprofen, Novalminsulfon oder Paracetamol einnehmen.  Bei hohem Fieber sollte man jedoch immer einen Arzt konsultieren um andere Ursachen des Fiebers auszuschließen.

Prävention: Vorbeugende Maßnahmen

Mit der Einhaltung von Standardhygienemaßnahmen wie z.B. Händewaschen und ausreichend Abstand zu infizierten Personen kann das Risiko einer Infektion deutlich gesenkt werden.

Impfung

Die beste Möglichkeit sich vor einer Grippeinfektion zu schützen ist die jährliche Grippeschutzimpfung. Diese schützt vor der gefährlichen Virusgrippe – nicht aber vor harmlosen grippalen Infekten.
Leider ändern sich die Eigenschaften der Grippeviren jährlich, sodass diese Impfung jährlich erneuert werden muss um den bestmöglichen Impfschutz zu erzielen.
Ein Impfung für die Saison 2016/17 ist ab September 2016 möglich.

Welche Personen sollen sich Impfen lassen?

Generell kann sich jeder gegen die Influenza impfen lassen. Alle  gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen diese Leistung.

Die strenge Empfehlung spricht die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes für folgende Personengruppen aus:

  • alle Personen ab 60 Jahren; speziell Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Personen jedes Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (z.B.  Krebspatienten, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen, etc.)
  • alle gesunden Schwangeren ab dem 2. Drittel; alle chronisch kranken Schwangeren ab dem 1. Drittel
  • Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung (z.B. medizinisches Personal)
  • Personen die als mögliche Infektionsquelle für Risikopatienten fungieren können (z.B. Betreuer, Ehe-/ Lebenspartner  der obigen Gruppen)

Haben sie noch weitere Fragen?

Gerne können wir Ihre Fragen bei einer individuellen Impfberatung beantworten.
Gute und unabhängige Informationen gibt es zu diesem Thema unter www.rki.de auf der Homepage des Robert-Koch Institutes.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team des MVZ-Schierling

Quellen:

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